Monokulturen wie die des Kaffees sind immer gefährdet: durch Schädlinge wie den Kaffeerost und Klimaschwankungen wie Nachtfröste, die ganze Ernten vernichten können. Doch auch gute Ernten und Überproduktion lassen stabile Preise bis ins Bodenlose rutschen, wobei der äußere Druck der Kaffeebörsen in New York und London enorm ist. Diversifizierung heißt das Zauberwort, mit dem Brasilien dieser Abhängigkeit vom Kaffee gegensteuert. Zwar sind beim größten Kaffeeproduzenten der Welt immer noch fast zehn Prozent der Bevölkerung vom Kaffee abhängig: Der Anteil am Export des Landes beträgt aber nur noch 5 Prozent. Schädlingsbekämpfung und dirigistische Maßnahmen gegen Überangebote am Markt halten zudem die Marktpreise stabil. Zahllose kleine Kaffeeröster mit über 2500 Marken bestimmen dabei den Markt. Melitta wagte vor über 30 Jahren den Markteintritt und unterhält mit Melitta Brasilien neben der Verwaltung in Sao Paulo eine Kaffeerösterei in Avaré und eine Papierfabrik zur Herstellung von Filterpapier in Porto Allegre.
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