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Wie kam aber der Kaffee nach Brasilien?
1727 lagen sich Französisch und Niederländisch Guyana in den Haaren. Die Gouverneure der Länder erbaten vom König von Portugal einen Schlichter: Offizier Francisco de Melo Palheta aus Para am Mündungsgebiet des Amazonas. Der schlichtete den Streit schnell und souverän, um sich zugleich selbst durch eine Affäre in die Bredouille zu bringen - ausgerechnet mit Madame d'Orvilliers, der Gattin des französischen Gouverneurs in Cayenne.

Palheta war zur Abreise gezwungen, alles, was von der kurzen Liebe blieb, war ein Bukett von Blumen: Es enthielt Setzlinge des so sehr begehrten "cafeeiro", des Kaffeestrauchs. Und trug stolze Früchte: Vom Garten Palhetas aus trat der Kaffee seinen unaufhaltsamen Siegeszug bis tief in den Süden Brasiliens an.