Gold sollte es sein: Doch bei der Verteilung der Neuen Welt entdeckten die "bandeirantes" - kleine portugiesische Expeditionskorps - nur eines: "pau brasil", ein fast unverwüstliches Holz, intensiv wie Glut. Es wurde der erste Exportartikel des neu entdeckten Landes und gab ihm schließlich seinen Namen - Brasil, Brasilien. Danach überzogen die neuen Herren das riesige Land mit Zuckerrohrplantagen - in der Alten Welt war das Sprichwort "Der Zucker spricht portugiesisch" in aller Munde. Im neunzehnten Jahrhunderts war es der Kaffee, der "portugiesisch" sprach. Nach Zucker, Kakao und Baumwolle, nach Abbau von Gold und Diamanten, Erz und Kautschuk hatten die Brasilianer ihr Produkt gefunden, das so gut wie Gold war und das sie darum auch so nannten: ouro verde, grünes Gold.
Heute ist das "Grüne Gold" für die brasilianische Wirtschaft einmal mehr ein Wachstumsmagnet. Sinkende Preise für Rohkaffee kurbeln den Verbrauch kräftig an. Irving Vieira, Präsident von Melitta Brasilien, nutzt die Gunst der Stunde und versetzt dem Kaffeekonsum im eigenen Land mit hochwertigen Kaffeemischungen einen deutlichen Schub. Die Jugend trinkt ihre schnellen Tasse Kaffee im Convenience-Trend als Cappuccino-Mixes "Puccino" und dem Instant-Kaffee "Instantaneo".
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